Deine Gesundheit unter
Wasser: Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung (TTU)
Tauchen ist ein
sicherer Sport, erfordert jedoch ein Mindestmaß an Fitness. Ohne die nötige gesundheitliche Voraussetzung kann das Tauchen lebensgefährlich werden.
Daher gilt: Selbst
wenn Du Dich fit fühlst, ist eine ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung (TTU) Pflicht. Sie
ist die Grundvoraussetzung, um eine international anerkannte Sporttauchlizenz zu erwerben.
Warum ist die TTU so
wichtig?
Die Untersuchung
dient der Prävention. Sie ist ein ausführlicher Check-up, der besonders jene Organe in den Fokus nimmt, die unter den besonderen Druckverhältnissen beim Tauchen belastet
werden: Lunge und Herz-Kreislauf-System.
Du musst
tauchmedizinisch fit sein, um:
- die schwere Ausrüstung sicher zu handhaben (z.B. der Weg zum Tauchspot).
- bei stärkerer Strömung nicht zu erschöpfen.
- grundsätzlich keine gesundheitlichen Risiken unter Wasser einzugehen.
Was wird bei der
Untersuchung gemacht?Die ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung für Sporttaucher basiert auf den strengen
Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM). Sie umfasst unter anderem:
- Gründliche physische und psychische Untersuchung
- Ruhe-EKG und Ergometrie-Beurteilung (Leistungsfähigkeit)
- Lungenfunktionstest
- Ohrmikroskopie und Tympanometrie (Gehörgang & Trommelfell)
Wie oft muss ich zur
Untersuchung?
Das
Untersuchungsintervall ist von Deinem Alter abhängig. Die GTÜM empfiehlt diesen Rhythmus:
- Unter 18 Jahren: Jährlich
- Zwischen 18 und 39 Jahren: Alle 3
Jahre
- Ab 40 Jahren: Jährlich
www.gtuem.org/content/76/20/tauchtauglichkeit
International anerkannt
und oft Pflicht
Viele Tauchschulen,
Verbände, Tauchbasen weltweit und auch Reiseveranstalter bestehen auf einer gültigen TTU, bevor sie Dich ins Wasser lassen oder zu einem Kurs zulassen. Sorge also immer für ein aktuelles
Zertifikat!